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Rede von Franz Thönnes (SPD) vor der Norwegisch-Deutschen Gesellschaft in Oslo

Rede von Franz Thönnes (SPD) vor der Norwegisch-Deutschen Gesellschaft in Oslo mit dem Titel „Norwegen – Deutschland. Verbindungen, Vertrauen, Verantwortung“, am 26. April 2011

 

Ærede president!
Ærede formann!
Kjære medlemmer og gjester!
Kjære venner!

Det er en stor ære for meg, å få holde et foredrag for dere ved årets generalforsamling. Jeg gleder meg, at jeg fikk anledning til å være her. Tusen takk for invitasjonen.

 

Hadde jeg kommet hit til dere for tohundre år siden, så hadde jeg sikkert reist fra Hoisbüttel i Holstein allerede på onsdag for å komme i tide til Kristiania for å være her i kveld. Med hestekjøretøy og skip hadde jeg blitt fraktet hit, uten at jeg hadde måttet forlate det danske riket eller krysset grenser. For Hoisbüttel som hjemstedet mitt Ammersbek – som ligger litt utenfor Hamburg - het den gangen og Kristiania som Oslo het den gangen, var begge under dansk styre. Slik er det eller heller sagt, slik var det med disse forbindelsene.

 

Nå håper jeg, at dere har forståelse for at jeg fortsetter på morsmålet mitt. Fordi jeg tror nok, at en hel tale på norsk hadde vært en alt for stor utfordring for meg og dere!


Sehr geehrter Herr Präsident!
Sehr geehrter Herr Vorsitzender!
Liebe Mitglieder und Gäste!
Kjære venner!

 

Es ist eine große Ehre für mich in der diesjährigen Generalversammlung einige Worte an Sie zu richten. Über die Gelegenheit hierzu freue ich mich sehr. Herzlichen Dank für die Einladung.

 

Wäre ich vor 200 Jahren zu Ihnen gekommen, so wäre ich wahrscheinlich am letzten Mittwoch vom Ort Hoisbüttel in Holstein nach Christiana in Norwegen aufgebrochen, um heute Abend hier zu sein. Pferdefuhrwerk und Schiff hätten mich zu Ihnen gebracht, ohne dass ich den Dänischen Gesamtstaat hätte verlassen müssen, denn Hoisbüttel, wie mein Wohnort Ammersbek am Stadt- rand von Hamburg damals hieß, und Christiana, wie Oslo damals hieß, standen unter dänischer Herrschaft. So ist das, oder besser, so war das mit den Verbindungen.

 

Sehen Sie mir es bitte nun nach, wenn ich jetzt in meine Muttersprache wechsele, da ich glaube, dass mein Norwegisch für Sie wie für mich, für die gesamte Rede doch eine zu große Herausforderung wäre.

 

Heute nimmt man um 6.50 Uhr das Flugzeug von Hamburg und ist um 8.10 Uhr in Gardermoen. Oder man fährt mit der Fähre um 14 Uhr ab Kiel und ist um 10.00 Uhr morgens am nächsten Tag im Hafen in Oslo. So ist das mit der Luft- bzw. Schifffahrtsbrücke heute. Oder mit den schnellen Verbindungen unserer Zeit zwischen Norwegen und Deutschland. Zwischen Deutschland und Norwegen.

 

Über unsere beiden Länder und über „Verbindungen, Vertrauen und Verantwortung“ will ich heute sprechen. Denn es gibt vielfältige Verbindungen mit Norwegen, sowohl persönlicher als auch politischer Art, es gibt Freund- schaften und Vertrauen. Im Privaten wie im politischen Tagesgeschäft ist es mir ein Anliegen die deutsch-norwegischen Beziehungen in Verantwortung mit zu gestalten.


Persönliche Verbindungen

Mit einigen persönlichen Momentaufnahmen will ich beginnen, die vielleicht auch mein Interesse an Norwegen erklären.

 

Meine erste Begegnung mit Norwegen reicht ins Jahr 1974 zurück. Während im Jahr 2010 ca. 2 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste in Norwegen gezählt wurden (plus 25 Prozent gegenüber 2009) und Norwegen als attraktives Reiseziel bekannt ist, war damals eine „Nordlandreise“ noch etwas ungewöhnlicher. Und in der Tat, sie war auch damals für uns un- gewöhnlich, denn die über ein namhaftes deutsches Reisebüro gebuchte Hütte existierte gar nicht, wie wir bei unserer Ankunft in Folldal feststellen mussten. Und dennoch blieben wir. Und wir entdeckten, völlig fasziniert von blauen Fjorden, schnee- bedeckten Bergspitzen und Wasserfällen, das westliche Norwegen per Auto und Zelt. Und damit gehörten wir sehr schnell zu der einen Hälfte der Norwegen-Touristen, die immer wieder kommen, im Gegensatz zu der der anderen, die sich über das Wetter, die Preise und wer weiß sonst noch was aufregen und nie wieder kommen. Was wohl auch besser so ist. Obwohl bei der nicht existierenden Hütte, hätten auch wir damals allen Grund gehabt. Aber, dass ist längst vergessen. Sonst wäre ich ja heute nicht hier.

 

Die „Nordlandreise“ für Jedermann heute, heißt mit der Color Line von Kiel nach Oslo. Und sie feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Die Geschichte der Color Line begann mit der Reederei Jahre Line, die 1961 die ersten regelmäßigen Abfahrten mit dem damaligen M/S Kronprins Harald anbot. Die Überfahrt dauerte 19 Stunden und im ersten Jahr reisten zwischen Kiel und Oslo schon 54.212 Passagiere. 2010 waren es mehr als 1 Millionen Passagiere. Fast zwanzigmal mehr als im ersten Jahr. Nach und nach kamen immer wieder neue Schiffe, wahre Erlebnispaläste der Meere, hinzu. M/S Color Fantasy und M/S Color Magic repräsentieren eine völlig neue Ära für die nach Aussage von Color Line einzige "Brücke" zwischen Deutschland und Norwegen: die Schiffs- verbindung.

 

Ein halbes Jahrhundert hindurch haben auch diese Fähren zwischen Kiel und Oslo dazu beigetragen die guten Verbindungen zwischen unseren beiden Ländern zu stärken und weiterzuentwickeln. Und dies wird in der nächsten Woche kräftig gefeiert. In Kiel und in Hamburg beim Hafengeburtstag, wenn Kronprinz Haakon kommt.

 

Für mich war meine erste Reise der Grundstein für meine Norwegen- begeisterung. Viele Reisen, Sommer wie Winter, in die unterschiedlichsten Teile von Norwegen folgten im Laufe der Jahre. In diesen Jahren wurden Freundschaften geschlossen und bis heute bleibende Kontakte geknüpft. Vom Daglivarer in Hopland am Nordfjord, dem Leiter des Heimatmuseums auf Averøy, dem amerikanisch-norwegischen Künstlerehepaar in Stamsund auf den Lofoten, dem Fischer auf Smøla, dem Hüttenvermieter im Ljørdalen, dem ausge- wanderten Deutschlehrer in Vinstra, dem Redakteur in Stavanger, dem ehemaligen norwegischen Diplomaten auf Karmøy und und und bis zu den heutigen vielfältigen Kontakten zu Abgeordneten und Diplomaten.

 

Deutsch-Norwegische Freundschaftsgesellschaft
Diese persönlichen Interessen waren schließlich auch ausschlaggebend für mein Mitwirken in der 1988 gegründeten Deutsch-Norwegischen Freundschafts- gesellschaft. Seit 1995 habe ich die Ehre deren Vorsitzender zu sein.

 

Ziel der DNF ist es die kulturellen, gesellschaftlichen und touristischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Norwegen zu fördern. Sie bietet mit ihren 2.400 Mitgliedern in den bundesweit organisierten Regionalgruppen regelmäßig "norwegisches Flair" und Gelegenheit zum informativen Austausch. Diese Regionalgruppen sind das Herz des Vereins. Man trifft sich bei rund 200 Veranstaltungen, die jährlich stattfinden, um sich über gesellschaftliche, landschaftliche und wirtschaftliche Gegebenheiten zu informieren und kulturelle Traditionen zu pflegen. Natürlich hat auch der Kontakt mit Kooperationspartnern und befreundeten Organisationen einen wichtigen Stellenwert – so auch der Austausch mit der Norwegisch-Deutschen Gesellschaft in Oslo, der ich auch als Ratsmitglied in besonderer Weise verbunden bin.

 

Norwegisch-Deutsch Willy-Brandt Stiftung
Während meines Aufenthaltes hat heute Nachmittag bereits die erste Vorstandssitzung der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung in diesem Jahr stattgefundenen. 2010 haben wir hier in Oslo das 10jährige Jubiläum der Stiftung gefeiert. Nach vorherigen Gesprächen in Norwegen und Deutschland schlug das norwegische Außenministerium im Rahmen seiner "Deutschland- strategie" 1999 die Gründung einer Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung zur Förderung der beiderseitigen Beziehungen vor. Im Jahr darauf wurde die Stiftung dann parallel mit Sitz in Oslo und in Berlin - dort als gemeinnütziger Verein zur Förderung der Norwegisch-Deutschen Willy Brandt-Stiftung e.V. - ins Leben gerufen. Willy Brandts Name ist unlösbar mit der Förderung des demokratischen Bewusstseins und des Verständnisses zwischen den Völkern verbunden. Besonders für die Entwicklung des deutsch-norwegischen Verhältnisses spielte Willy Brandt eine herausragende Rolle. Auch wenn die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern heutzutage als ausgezeichnet und intensiv zu bezeichnen sind, so sind wir uns dennoch der Verantwortung aus unserer Geschichte und für kommende Generationen bewusst. Und so ist es gut, dass wir inzwischen auf 120 Monate Förderung von Schüler- und Studentenaustausch, Unterstützung von Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie 20 ausgezeichnete Persönlichkeiten als Willy-Brandt-Preisträger zurückblicken können.

 

Politische Verbindungen
Dieses Bewusstsein, das Verständnis, dass die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen unseren Ländern von großer Bedeutung sind und das Interesse an Deutschland, haben auch dazu beigetragen, dass sich 2007 im norwegischen Storting eine Norwegisch-Deutsche Freundschaftsgruppe gegründet hat. Parteiübergreifend engagiert man sich dort für einen regelmäßigen Austausch. Und da diese Gruppe in der Tradition des Storting eher ein Unikat ist, freue ich mich ganz besonders, dass die damaligen Ansätze zur Gründung von Erfolg gekrönt gewesen sind. Und man vielleicht auch einen kleinen Teil mit dazu beitragen konnte.

 

Deutsch-Nordische Parlamentariergruppe
Auf deutscher Seite gibt es als Partnerin die Deutsch-Nordische Parlamentarier- gruppe. Hier wird der Blick nicht nur auf Norwegen, sondern auf alle nordischen Länder gerichtet, aber damit folgen wir ja nur der guten „nordischen Politik- tradition“, wo gesamtnordische Lösungen angestrebt werden.

 

Politischer Austausch, Delegationen, Fachgespräche und vieles mehr tragen dazu bei, dass der Norden in Berlin Gehör findet, aber auch, dass für uns die Chance besteht, von nordischen Ansätzen und realer Politik zu lernen. Dabei denke ich nicht zuletzt an die Schulpolitik, die Kinderbetreuung oder die Gleichstellungspolitik. Erst vor zwei Wochen hatte die deutsche Regierung den norwegischen Gleichstellungsminister Lysbakken zu Gast. Und ich füge hinzu, die Willy-Brandt-Stiftung in Berlin mit einer interessanten Diskussionsveranstaltung auch.

 

Die bereits zweimal durchgeführten „Nordischen Tage“ im Bundestag, die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Fraktionen, die Kontakte zwischen den Ministerien, all dies sind Bestandteile unserer Verbindungen.

 

Wie bereits deutlich geworden, gehen die deutsch-norwegischen Beziehungen an vielen Stellen über den bilateralen Rahmen hinaus. Die Zusammenarbeit im Rahmen von EU/EWR, NATO, Ostseerat, Ostsseeparlamentarierkonferenz, Arktischem Rat, um nur einige Beispiele zu nennen, sind fester Bestandteil unserer Beziehungen.

 

Mit der Ostseeparlamentarierkonferenz und dem Ostseerat, in dem Norwegen seit 1. Juli 2010 den Vorsitz, will ich zunächst zwei sehr regional nahe Beispiele herausgreifen.

 

Ostseeparlamentarierkonferenz
Die Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC) ist das jährlich tagende parlamen- tarische Forum der Ostseeregion mit Parlamentariern aus allen Ostsee- anrainerstaaten. Sie wurde 1991 gegründet. Ziel war und ist es, eine gemeinsame Identität innerhalb der Ostseeregion durch eine engere Zusammenarbeit zwischen den nationalen und regionalen Parlamenten zu fördern. Schon damals war es sehr wichtig, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs neben Polen und den baltischen Staaten unbedingt Russland in eine neue Kooperation mit einzubeziehen. Standen zu Beginn umweltpolitische Themen und Fragen der maritimen Sicherheit im Vordergrund, so werden heute auch wirtschafts- und sozialpolitische Fragen ebenso wie Fragen zum Klimawandel und der Energiepolitik diskutiert. Zweijährig wirkende Arbeits- gruppen unter Einbeziehung des Ostseerates wie z.B. zu den Thema „Human Trafficking“, auf das sich Norwegen auch während seiner aktuellen Ostseesratspräsidentschaft mit einem Schwerpunkt konzentriert, oder „Arbeit und soziale Wohlfahrt“, die sich mit der Thematik der Grenzpendler in grenzüberschreitenden Arbeitsmärkten und der Entwicklung der Jugend- arbeitslosigkeit in der Ostseeregion befassten, verdeutlichen die Tiefe der Arbeit. Schlussfolgernd aus diesen Beratungen und den jährlichen Konferenzen werden Forderungen an die Regierungen der Ostseeanrainer gerichtet. Als Rapporteur für das Themenfeld „Arbeitskraftmobilität und Jugendarbeitslosig- keit“, hat mein aktueller Besuch in Oslo, mich heute morgen auch zunächst ins Arbeitsministerium geführt. Sozialabgesichertes Arbeiten im anderen Landesteil einer Grenzregion wird zukünftig immer bedeutender für ein erfolgreiches Wirtschaftswachstum im Norden. Bereits heute schon haben wir ca. 100.000 - 150.000 Grenzpendler rund um die Ostsee. Auch der Nordische Rat hat sich dieses Themas angenommen. Norwegen wirkt selbstverständlich in einer entsprechenden Arbeitsgruppe mit.

 

Im August dieses Jahres wird die Ostseeparlamentarierkonferenz in Helsinki tagen. Als Mitglied des Standing Committee freue ich mich, dass wir dort unser 20- jähriges Jubiläum begehen und gleichzeitig dann auch der Vorsitz im Ostseerat von Norwegen auf Deutschland übergegangen sein wird.

 

Ostseerat
Das Gegenstück zur Ostseeparlamentarierkonferenz ist der Ostseerat, in dem die Regierungen der Ostseeanrainerstaaten vertreten sind. Anlässlich seines Vorsitzes im Ostseerat hat Norwegen in offener und klarer Weise deutlich gemacht, dass die Region weiterhin eine Organisation auf Regierungsebene, die alle Länder der Region mit einschließt, braucht. Der Ostseerat macht dies und genau darin liegt auch seine Stärke: EU- und EWR-Mitgliedsstaaten und ganz wichtig Russland, sowie die Europäische Kommission sind hier vertreten. Eine der Hauptprioritäten Norwegens in der aktuellen Ostseeratspräsidentschaft „Human Trafficking“ hatte ich schon genannt. Dazu kommt die maritime Politik, insbesondere Nutzung von alternativen und weniger verschmutzenden Schiffstreibstoffen, primär Liquide Natural Gas (LNG). Deutschland wird mit Sicherheit einen Teil der norwegischen Schwerpunkte in seine Nachfolge- präsidentschaft ab 1. Juli 2011 mit übernehmen. Und Russland, dass Deutschland im Sommer 2012 folgt, hat schon jetzt sein Interesse am Thema LNG signalisiert.

 

Der Ostseerat muss – und da teile ich die norwegische Überzeugung - mit anderen Organisationen in der Region zusammenarbeiten. Am besten abgestimmt, projektorientiert und die EU-Strukturen einbeziehend. Das gilt für den Nordischen Ministerrat, die Politik der Nördlichen Dimension mit ihren Partnerschaften für Umwelt, Gesundheit/Lebensqualität, Transport/Logistik und Kultur und für die EU-Ostseestrategie. Es ist erfreulich, dass bei Letzterer Russland seine anfängliche Zurückhaltung abgelegt und nun selbst 11 Felder für eine Kooperation vorgeschlagen hat.

 

Warum ist die Ostsee so wichtig?
Ostsee sagen die einen. Westsee sagt man dort, wo das Meer eher geografisch westlich liegt wie in Estland. Haben wir es für Norwegen also mit einer „Südsee“ zu tun? Baltic Sea ist der gemeinsame englische Begriff, der uns alle verbindet. Und in der Tat, die Ostsee verbindet. Aus dem Meer der Trennung wurde ein Meer der Brücken, der Verbindungen, ein Meer der guten Nachbarschaft. Eine Erfolgsgeschichte der europäischen Integration. Die Ostsee ist das „Europäische Binnenmeer“ geworden. Knapp 95 Prozent der Küstenlinie gehören heute zu Mitgliedsländern der Europäischen Union. Vor gut 20 Jahren waren es gerade mal 5 Prozent dänischer und schleswig-holsteinischer Meeresküste.

Die letzten Jahrzehnte haben uns allen gezeigt: Wir leben in einer der lebenswertesten Regionen Europas. Wir leben hier mit knapp 100 Millionen Menschen auf einem relativ hohen Wohlstandsniveau, ohne die Unterschiede zwischen den einzelnen Ostseeanrainern zu verschweigen. Unsere Forschungs- und Wissenschaftspotenziale sind hervorragend und unsere Wachstums- potenziale enorm. Wir haben eine dichte Verflechtung der nationalen Binnenökonomien sowie ein stetig wachsendes Transportaufkommen. Viele beschreiben die Region als den wohl dynamischsten Teil der Europäischen Union. Bei Untersuchungen über die Wettbewerbsfähigkeit der Ostsee-Anrainerstaaten rangieren Länder der Ostseeregion nahezu überall unter den ersten Fünf. Die Chancen, uns zu einer der wettbewerbsfähigsten Regionen in der Welt zu entwickeln, sind da. Wir müssen sie nur nutzen. Und Norwegen wie Deutschland kommen dabei als wohlhabende entwickelte Volkswirtschaften eine besondere Bedeutung zu. Nicht zuletzt deswegen, weil beide ihre Stärke aus der erfolgreichen Balance von wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Sicherheit erhalten haben.

 

Nordgebiete
Eine geografische „Nordsee“ für uns alle sind die Barentssee und der Atlantische Ozean. Hier in den Nordgebieten stehen wir vor großen Herausforderungen. Auch an diesem Punkt haben Norwegen und Deutschland gemeinsame Interessen. Da geht es um den Schutz von Öl- und Gasvorkommen, die Fischwirtschaft, die Sicherung zukünftiger Seewege und die Forschungsfreiheit in der Arktis. Deutschland war 2010 Norwegens größter Gaskunde (mit 28,5 % der Gasausfuhren). Ebenso gehört mein Land zu einem der wichtigsten Ölabnehmer. Wir betreiben die weltweit drittgrößte Handelsflotte und sind Anbieter von Kapital und Hochtechnologie für die Rohstofferschließung. Hinzu kommt eine internationalisierte Arktisforschung Deutschlands über das renommierte Alfred-Wegener-Institut sowie der Status einer der Spitzbergen-Vertragsparteien. Deutschland hat dies im Februar 2011 mit seiner 2. Internationalen Arktiskonferenz in Berlin unterstrichen. Und schließlich sind da die Umwelt- und Klimaschutzinteressen bis hin zum kulturellen Menschheitserbe sowie der indigenen Völker. Die von Norwegen eingeleitete Nordgebietestrategie (High North Strategy) hat ebenso all dies als Hintergrund und macht das besondere Interesse an dieser Zukunftsregion deutlich.

 

Gemeinsame Verantwortung ist das entscheidende Stichwort. Nicht nur die direkten Anrainerstaaten, sondern alle Akteure in der Region müssen sich auf eine zukunftsorientierte Verantwortung zur Nutzung verpflichten. Gleichzeitig müssen die verletzlichen und nicht unendlichen Naturressourcen bewahrt werden.

 

In diesen Tagen, nach der Katastrophe von Fukushima, wird uns noch einmal in besonderer Weise vor Augen geführt, dass technische Entwicklung nicht nur handhabbare Risiken kennt. Wir fragen uns, wie weit wollen wir gehen?

 

Dies bedeutet für mich keine Abkehr von technischem Fortschritt, Forschung und Entwicklung, sondern eine noch stärkere Verankerung einer Art „Corporate Research Responsibility“ – eine gemeinsame Forschungsverantwortung, die sich durchaus mit wirtschaftlicher Entwicklung vereinbaren lässt. Es reicht nicht, dies ausschließlich auf nationaler oder bilateraler Ebene umzusetzen, dies ist ein europäisches und internationales Thema. Und gerade deshalb ist der Arktische Rat, in dem Deutschland als Beobachter eingebunden ist, eines der dafür wichtigsten Gremien für die Nordgebiete. Deshalb wage ich auch die Frage zu stellen, ob sein bisher mehr auf Umweltfragen reduziertes Mandat nicht erweitert werden sollte. Damit meine ich die auch zunehmend durch das „Interessant werden“ der Region gewachsene Aufmerksamkeit, die sie mit zunehmenden militärischen Aktivitäten gewonnen hat. Wenn sich alle Arktisanrainer in Worten bescheinigen, alle strittigen Fragen friedlich und auf der Basis internationaler Verträge zu lösen, dann stellt sich noch die berechtigte Frage: Wer ist dann wessen Feind? Und brauchen wir nicht neue Initiativen einer konventionellen Rüstungskontrolle und auch Abrüstung in der Region. Und könnten hierfür nicht gemeinsame Aktivitäten im Bereich von „Search & Rescue“ und „Monotoring & Controlling“ geeignete, vertrauensbildende Maßnahmen sein?

Russland
„Wandel durch Annäherung“, so wurde einmal eine wichtige Politikphase Willy Brandts beschrieben. Ohne intensive Zusammenarbeit können wir die Herausforderungen nicht im Sinne der Menschen, der Umwelt und der Natur beantworten. Dies gilt ganz besonders für die Zusammenarbeit mit Russland, mit dem uns als Europäische Union in Europa eine gut 1.000 Kilometer lange Grenze verbindet. Für Norwegen sind es immerhin 196 km. Gerade deshalb plädieren wir ausdrücklich dafür, die Strategien zur Ostseepolitik und der Nordgebiete immer so zu entwickeln, dass Kooperationen mit anderen möglich sind. Die Einbeziehung Russlands, seine Beteiligung, ist dabei für uns eine wichtige Priorität und auch die Erwartung an Russland selbst. Es geht um eine gemeinsame gute Zukunft.

 

Russland und Deutschland sind durch zahlreiche gemeinsame Erfahrungen und Traditionen eng miteinander verbunden. Da sind die schrecklichen Kriege auf unserem Kontinent. Da sind aber auch die bedeutenden Abschnitte und gemeinsam eingeschlagenen Wege zu einem geeinten und friedlichen Europa. Und darauf aufbauend wächst mehr und mehr die Erkenntnis, dass die gesellschaftlichen Verflechtungen und die vorherrschenden Konflikte in unseren Nachbarregionen nur gemeinsam beantwortet werden können.

Wer Sicherheit und Stabilität in Europa will, der muss dafür arbeiten, dass es konstruktive und kooperative Beziehungen zu Russland gibt. Im Rahmen der „strategischen Partnerschaft“, die von Deutschland und der EU angestrebt wird, steht daher die gemeinsame Lösung globaler Fragen und die Zusammenarbeit auf allen Feldern von Politik, Recht, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft ebenso wie die friedliche Bewältigung regionaler Krisen und Konflikte im Zentrum.

Norwegen ist sich seiner besonderen Beziehung zu Russland bewusst und der Einsatz für einen gemeinsamen Dialog mit Russland ist eine norwegische Tradition. Das am 8.2. diesen Jahres von Norwegen ratifizierte Abkommen mit Russland, nach 40jährigen Verhandlungen über den Verlauf der Seegrenze und die Zusammenarbeit in der Barentssee ist der zeitlich aktuellste Beweis hierfür. Und es ist ein großer Erfolg norwegischer wie russischer Diplomatie. Wer dem norwegischen Außenminister Jonas Gar Støre bei seinen Berichten über die Verhandlungen aufmerksam das Ohr schenkt, der hört ziemlich schnell heraus, wie wichtig hierbei das Wort „Vertrauen“ war.


EU

Norwegen und die EU verbindet eine lange Geschichte. Sie alle kennen sie und die Meinungen dazu, werden auch in diesem Kreis wie in der norwegischen Gesellschaft sein. Ich will an dieser Stelle nur anmerken, dass das Land der Fjorde unterhalb der EU-Mitgliedsschwelle, der am weitesten in EU-Strukturen integrierte Drittstaat ist und dass wir bei einer Quote von 99,8 % bei der Implementierung europäischer Gesetze und einer gleichzeitig rekordhohen Anti-EU-Mitgliedschaftsstimmung schon einer erstaunlichen Situation gegenüberstehen. Norwegen ist uns in der EU willkommen. Bis dahin freuen wir uns auf eine erfolgreiche Fortführung der europäischen Zusammenarbeit. Und die ist und bleibt eng. Mit dem „most active outsider“.

Energie / Wirtschaft
Über 80 % des gesamten norwegischen Exports gehen an Mitgliedstaaten der EU. Deutschland lag 2010 auf Platz drei, nach Großbritannien und den Niederlanden. Bei den norwegischen Importen folgt Deutschland knapp hinter Schweden an zweiter Stelle. ( Danach China, Dänemark, Großbritannien und die USA.) Für Deutschland rangierte Norwegen 2009 auf Platz 15 der Liste der wichtigsten Importländer (Warenwert 17,05 Milliarden Euro).

Norwegen importiert aus Deutschland vor allem Maschinen, besonders Kraftfahrzeuge, sowie chemische und pharmazeutische Produkte, aber auch Büroausstattung. Kraftfahrzeuge machen rund ein Fünftel des Gesamtimports aus Deutschland aus. Infolge der guten Absätze von deutschen Kfz in Norwegen im Jahr 2010 ist nach vorläufiger Berechnung ein deutlicher Importanstieg aus Deutschland zu erwarten. Aus Norwegen werden nach Deutschland neben Öl und Gas vor allem Fisch sowie Aluminiumprodukte für die deutsche Autoindustrie exportiert.

Der Anteil von Öl, Gas und Kondensaten am norwegischen Gesamtexport bewegte sich in den letzten Jahrzehnten zwischen 30 und 50 &; zurzeit liegt er bei etwa 46. Deutschland gehört zu den wichtigsten Zielländern des norwegischen Öl- und Gasexports. Rohöl ist Norwegens wichtigste Exportware und machte 2010 mit circa 282 Milliarden NOK mehr als 20 % des gesamten Exportwertes aus. Deutschland liegt hier auf Platz vier. Trotz insgesamt gestiegener Exporte sanken die Einnahmen wegen anhaltend niedriger Preise für am Spotmarkt gehandeltes Erdgas von 191 (2009) auf 166 Mrd. NOK. Hier ist Deutschland größter Abnehmer. In der Rangfolge der für Deutschland wichtigsten Lieferländer von Erdgas lag Norwegen 2010 mit einem Anteil von 35 % auf Rang 2 nach Russland (39,5 %). Gleiches gilt beim Erdöl mit 34 Prozent aus Russland und 14 Prozent aus Norwegen.

Aus diesen Zahlen ist insbesondere die Bedeutung der energiewirtschaftlichen Zusammenarbeit klar abzulesen. Angesichts des Neu- und Umdenkens nicht nur in der deutschen Energiepolitik nach Japan wird es spannend zu sehen, welche Konsequenzen dies für die deutsch-norwegischen Energiebeziehungen haben wird.

Ein neues Projekt (1,4 Mrd. Euro), das insbesondere in Zusammenhang mit den erneuerbaren Energien an Bedeutung gewinnt, ist der Bau des Hochspannungs-Seekabels für den Energieaustausch zwischen Deutschland und Norwegen. Dies ist eine Planung des norwegischen Unternehmens Statnett. Die 530 Kilometer lange unterseeische Stromleitung soll von der südnorwegischen Küste bis zu einem Umspannwerk im Raum Brunsbüttel führen. Sie soll spätestens 2017 fertig sein. Das Kabel mit Namen Nordlink soll dem Austausch von regenerativ erzeugtem Strom aus deutschen Windkraftanlagen und norwegischen Wasserkraftwerken dienen. Im Zuge der geplanten Steigerung der Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen sollen sich die Stromversorgungsnetze beider Staaten dadurch ergänzen. Die Mitnutzung norwegischer Pumpspeicherkraftwerke zum Ausgleich von Produktionsüberkapazitäten aus der Windstromproduktion wäre durch Nordlink möglich. Das Nordlink-Seekabel hat eine Übertragungskapazität von 1400 Megawatt. Das entspricht der Leistung eines großen Atomkraftwerks. Und dann bleibt da noch das überaus große Ausbaupotential für Windenergieanlagen. Nur 200 waren 2009 in Norwegen im Betrieb. In Deutschland dagegen 21.600 und das obwohl im Fjordland der Wind so gut bläst, dass die Energieausbeute 1,6 mal höher als bei vergleichbaren Anlagen in meinem Land. Versorgungssicherheit und Stabilisierung der Energiepreise sind ebenfalls mit all diesen Fragen verbunden. Wind und Wasser – Deutschland und Norwegen.

Internationale Politik
Egal ob wir über Energie, Umwelt, Kultur, Wirtschaft oder Politik sprechen, merken wir, dass wir überall einem Prozess der Internationalisierung ausgesetzt sind. Ereignisse in anderen Ländern passieren nicht isoliert, sondern beeinflussen unser Leben und unsere Entscheidungen. Auch in der internationalen Politik stehen Deutschland und Norwegen Seite an Seite. Der Einsatz in Afghanistan ist dafür ein Beispiel. Gemeinsam sind deutsche und norwegische Soldaten im Norden des Landes im Einsatz. Deutschland stellte von Juli 2008 bis Juli 2010 die Quick Reaction Force (QRF) für das Regional Command North, das bis Ende Juni 2008 von Norwegen geführt wurde. Darüber hinaus ist seit Februar 2008 ein regionales Beratungsteam in Taloqan tätig. Auch Norwegen ist mit verschiedenen Kräften vor Ort, um mit einer gemeinsamen Sicherheitsanstrengung zur Stabilisierung Afghanistans beizutragen. Dabei ist es auch gut zu wissen, dass für Norwegen die zivile Aufbauhilfe ebenso eine zentrale Priorität hat.

In der Libyen-Frage hat sich die deutsche Bundesregierung anders entschieden als die norwegische Regierung. Ich will hier bei Freunden außerhalb meines Landes nicht verschweigen, auch, wenn es dazu in meiner Partei unter- schiedliche Auffassungen gibt, dass ich mich durch die Worte des norwegischen Premierministers gut hätte vertreten gefühlt, in dem er sagte: “Norsk innsats har bidratt til å redde liv i Libya. Det var helt riktig at Norge tok sin del av ansvaret for å beskytte sivilbefolkningen i Libya. Menneskeliv er reddet. Vi har svekket regimets militære evne og vi har forhindret omfattende overgrep mot sivile.”  Aus meiner Sicht hätte ein ”Ja” zur UN-Resolution und eine Übernahme von Verantwortung beim See-Embargo mit deutschen Schiffen und bei der Luftraumüberwachung mit AWACS-Flugzeugen durchaus der Verantwortung entsprochen, die man von uns international erwartet hätte.

Vertrauen in Werte und das Miteinander
Wenn wir in unserer täglichen Arbeit den nationalen und internationalen Herausforderungen gegenüberstehen, die sich nicht oder nur schwer von Einzelpersonen, einzelnen Gruppen oder einem Staat allein lösen lassen und wenn wir sehen, dass Kriege und Katastrophen das friedliche und sichere Miteinander bedrohen, wenn wir merken, dass es unserer Gesellschaft an Gerechtigkeit und sozialer Verantwortung mangelt, dann sollten wir uns an das erinnern, was Willy Brandt einmal gesagt hat: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Demokratische Staaten und Staatenverbünde wie die Europäische Union können zwar wirtschaftliche Prosperität befördern, aber sie führen nicht automatisch zu Gerechtigkeit oder zur Lösung unserer Probleme. Es bedarf dazu der Existenz von Wertvorstellungen für ein gerechtes soziales Zusammenleben und es bedarf Menschen, die sich orientiert an diesen Werten, für deren Realisierung einsetzen. Egal, ob es sich dabei um ehrenamtlich Engagierte, Menschen im Berufsleben oder Politiker handelt. Eine Gesellschaft und eine Weltgemeinschaft leben nur dann wirklich sozial-orientiert, wenn es Menschen gibt, die nicht nur an sich, sondern auch an andere denken. Menschen, die sich engagieren. Menschen, die sich für andere einsetzen. In dem das Soziale etwas wie der „Kitt“ ist, der die Gesellschaft zusammenhält.


Spätestens seit der Finanzkrise scheint deutlich geworden zu sein, dass eine Ausrichtung nur auf Rendite und Raffgier, dies nicht gewährleistet. Sondern kurzum, eine Gesellschaft in der der Mensch für den Menschen da ist. Wenn Menschen sich über das Normalmaß hinaus, beispielsweise auch aus persönlichen Gründen, für eine Sache einsetzen, birgt dies große Gestaltungschancen.

Willy Brandt ergriff die von ihm erkannten und ihm auferlegten Gestaltungschancen, ebenso wie der Gründungsvater der Norwegisch-Deutschen Gesellschaft Max Tau, schon früh. Seine „Lehr- und Wanderjahre“ (7 Jahre bis Juni 1940) in Norwegen, wie er sie selbst bezeichnete prägten ihn. Die Eigenschaften, die in dieser Zeit nahezu zu einer vollständigen Integration von Willy Brandt in die norwegische Gesellschaft beitrugen, beschrieb sein Sohn Dr. Peter Brandt vor einigen Jahren so: „Bei der Einpassung Willy Brandts in das norwegische Gemeinwesen, insbesondere in die norwegische Arbeiter- bewegung, während der 30er Jahre spielte neben seiner Jugend und seiner ungewöhnlichen Sprachbegabung, die ihn Norwegisch tatsächlich vollkommen akzentfrei sprechen ließ, m. E. eine Art Seelenverwandtschaft eine erheblich Rolle: die Seelenverwandtschaft des etwas eigenbrötlerischen und melancholischen, durchaus auch ein wenig sentimentalen Norddeutschen mit dem kleinen, freundlichen, aber eigensinnigen Volk zwischen Skagerak und Eismeer.“

Es ist eine langjährige und vielfältige gemeinsame Geschichte, die Norwegen und Deutschland verbindet. Die Hansezeit und der 2. Weltkrieg sind nur zwei Stichworte, die an eine wechselvolle Geschichte erinnern. Heute im Europa des 21. Jahrhunderts sind wir auf einem gemeinsamen Weg mit guten vielversprechenden Perspektiven. Kennzeichen der norwegisch-deutschen Beziehungen war – und ist – die beispielhafte Fähigkeit, aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen. Gute Beispiele für Einrichtungen und Institutionen, die hierfür stehen, sind das Goethe-Institut hier in Oslo für Sprache und Kultur. Da ist Østlandsammenarbeid zwischen den östlichen Regionen in Norwegen und dem Bundesland Schleswig-Holstein. Und ich denke ebenso dabei an die Deutsch-Norwegische Handelskammer. Geht es um die Zukunft, so ist es vielversprechend, dass nun bereits zum 5. Mal das Deutsch-Norwegische Jugendforum stattfindet. Jährlich sind bislang je 2 x 50 Jugendliche aus beiden Ländern zusammengekommen und haben sich über 2 ½ Tage zu aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Themen ausgetauscht. In diesem Jahr geht in Deutschland um den spannenden Komplex „Energie“. Und, da ist schließlich seit 2004 das „Young Leaders Network“, in dem sich zweimal im Jahr Nachwuchsführungskräfte aus unseren beiden Ländern treffen.

Verbindungen, Vertrauen und Verantwortung gehen Hand in Hand. Gerade auch weil Menschen sich für den persönlichen Weg des Miteinanders zwischen unseren Ländern entscheiden. Die Norwegisch-Deutsche Gesellschaft ist ein Ort, wo sich Menschen treffen, die diesem Geist des norwegisch-deutschen Miteinanders verbunden fühlen. Dafür gebührt ihr Dank.

Und Ihnen gebührt Dank für die mir geschenkte Aufmerksamkeit.